Neoliberalismus: Die Machtübernahme (Teil 2)
08.06.2026 48 min Alan Cassidy & Mirco Melone
Zusammenfassung & Show Notes
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In den 1950er-Jahren steht die Mont Pèlerin Society - jener kleine, fast unsichtbare Zirkel von Ökonomen, der das neoliberale Projekt seit 1947 vorantreibt - kurz vor der Selbstauflösung. Dreissig Jahre später hat sie die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt umgekrempelt. Was ist dazwischen passiert?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie das neoliberale Projekt von der akademischen Theorie zur gelebten Praxis wird. Wir folgen dem Streit zwischen der Österreichischen Schule um Friedrich von Hayek und der Chicagoer Schule um Milton Friedman - und wie dieser Streit darüber entscheidet, welcher Neoliberalismus sich durchsetzt. Wir erzählen, wie Richard Nixon 1971 das Bretton-Woods-Währungssystem einseitig beendet, wie Chile unter Pinochet zum ersten neoliberalen Grossexperiment wird, und wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan die Ideen der Mont Pèlerin Society schliesslich in Regierungsprogramme übersetzen. Und wir fragen, was die Geschichte dieses Projekts über den Neoliberalismus aussagt, den wir heute kennen: War sein Triumph unvermeidlich - oder das Ergebnis einer langen, koordinierten Kampagne, die auch hätte scheitern können?
«Überall Geschichte!» ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling.
In den 1950er-Jahren steht die Mont Pèlerin Society - jener kleine, fast unsichtbare Zirkel von Ökonomen, der das neoliberale Projekt seit 1947 vorantreibt - kurz vor der Selbstauflösung. Dreissig Jahre später hat sie die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt umgekrempelt. Was ist dazwischen passiert?
In dieser zweiten von zwei Folgen von «Überall Geschichte!» erzählen wir, wie das neoliberale Projekt von der akademischen Theorie zur gelebten Praxis wird. Wir folgen dem Streit zwischen der Österreichischen Schule um Friedrich von Hayek und der Chicagoer Schule um Milton Friedman - und wie dieser Streit darüber entscheidet, welcher Neoliberalismus sich durchsetzt. Wir erzählen, wie Richard Nixon 1971 das Bretton-Woods-Währungssystem einseitig beendet, wie Chile unter Pinochet zum ersten neoliberalen Grossexperiment wird, und wie Margaret Thatcher und Ronald Reagan die Ideen der Mont Pèlerin Society schliesslich in Regierungsprogramme übersetzen. Und wir fragen, was die Geschichte dieses Projekts über den Neoliberalismus aussagt, den wir heute kennen: War sein Triumph unvermeidlich - oder das Ergebnis einer langen, koordinierten Kampagne, die auch hätte scheitern können?
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Tags: Neoliberalismus, Wirtschaft, Friedman, Reagan, Thatcher
Für diese Folge wurde u.a. folgende Quellen und Literatur verwendet:
- Plehwe, Dieter; Schmelzer, Matthias: Marketing Marketization. The Power of Neoliberal Expert,
Consulting, and Lobby Networks, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, 12, 2015, S. 488–499. - Schmelzer, Matthias: Freiheit für Wechselkurse und Kapital. Die Ursprünge neoliberaler Währungspolitik und die Mont Pèlerin Society, Marburg 2010.
- Walpen, Bernhard: Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft. Eine hegemonietheoretische Studie zur Mont Pèlerin Society, Hamburg 2004.